Dr. med. dent. Gert Koban

Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Dr. med. dent. Gert Koban

Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Kieferchirurgie in 1090 Wien

Die Sofortimplantation ist heute eine gängige und bewährte Methode in der modernen Kieferchirurgie. In rund 90 % der Fälle ist es möglich, ein Implantat direkt nach der Zahnextraktion zu setzen – vorausgesetzt, die anatomischen und medizinischen Voraussetzungen sind gegeben.

Der große Vorteil dieser Methode liegt darin, dass der Patient die Ordination bereits mit einem Zahn verlässt. Vereinfacht gesagt: Zahn raus – Zahn rein. Dabei wird unmittelbar nach dem Entfernen des Zahnes die künstliche Zahnwurzel (Implantat) eingesetzt.

Dies ermöglicht nicht nur eine verkürzte Behandlungsdauer, sondern schont auch das umliegende Gewebe und trägt zum Erhalt von Knochen und Zahnfleisch bei. Zudem entfällt in vielen Fällen eine zahnlose Übergangsphase, was sowohl funktionell als auch ästhetisch ein großer Vorteil ist.

Ob eine Sofortimplantation im individuellen Fall sinnvoll ist, kläre ich gerne im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs.

Was ist Kieferchirurgie?

Unter Kieferchirurgie versteht man Behandlungen, die über die normale Zahnmedizin hinausgehen. Sie umfasst Eingriffe am Kieferknochen, an den Zähnen und am Weichgewebe im Mundbereich. Dazu zählen zum Beispiel das Entfernen von Weisheitszähnen, das Behandeln von Entzündungen oder Zysten sowie der Knochenaufbau vor einer Implantation. 

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Praxis ist die Implantologie, also das Einsetzen von künstlichen Zahnwurzeln, die fehlende Zähne dauerhaft ersetzen.

 

Was sind Zahnimplantate? 

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die fehlende Zähne dauerhaft ersetzen. Sie werden direkt im Kieferknochen verankert und dienen als stabile Basis für Kronen, Brücken oder Prothesen. Auf diese Weise kann sowohl die natürliche Funktion als auch die Ästhetik des Gebisses wiederhergestellt werden.

 In meiner Praxis in 1090 Wien verwende ich Implantate aus hochwertigem Reintitan. Dieses Material hat sich seit Jahrzehnten in der modernen Zahnmedizin bewährt, da es besonders körperverträglich ist und keine allergischen Reaktionen hervorruft. Titan verwächst fest mit dem Kieferknochen, dieser Vorgang wird als Osseointegration bezeichnet, und sorgt für einen sicheren und dauerhaften Halt.

Ein Implantat fühlt sich an wie ein eigener Zahn. Es sieht natürlich aus, ermöglicht ein kraftvolles Zubeißen und bietet ein angenehmes Mundgefühl. Gleichzeitig trägt es zum Erhalt des Kieferknochens bei, da dieser durch die Belastung des Implantats weiterhin stimuliert wird. Dadurch wird einem Knochenabbau, wie er nach Zahnverlust häufig auftritt, wirksam vorgebeugt.

Zahnimplantate sind heute die modernste und langlebigste Form des Zahnersatzes. Sie vereinen Funktionalität, Komfort und Ästhetik und sind, bei richtiger Pflege, oft ein Leben lang haltbar.

 

Welche Arten von Implantaten gibt es?

Nicht jedes Implantat ist gleich. Je nach Knochenbeschaffenheit, Zahnstellung und individueller Situation wähle ich die passende Implantatlösung aus.

 Am häufigsten werden sogenannte schraubenförmige Titanimplantate eingesetzt. Diese Form hat sich bewährt, weil sie sich besonders fest mit dem Knochen verbindet und so eine hervorragende Stabilität gewährleistet.

In bestimmten Fällen kommen auch kurze oder schmale Implantate zum Einsatz – etwa dann, wenn im Kiefer zu wenig Knochen vorhanden ist oder wichtige anatomische Strukturen, wie Nerven oder die Kieferhöhle, geschont werden müssen.

Wenn ein Zahn frisch gezogen wurde, kann ein Sofortimplantat gesetzt werden. Hierbei wird das Implantat direkt im Anschluss an die Zahnentfernung eingesetzt, sodass die Behandlungsdauer insgesamt verkürzt wird.

Bei komplexeren Fällen, etwa bei starkem Knochenrückgang, kann vor der Implantation ein gezielter Knochenaufbau durchgeführt werden. Dabei wird körpereigener oder künstlicher Knochen eingebracht, um wieder eine stabile Grundlage für das Implantat zu schaffen.

 

 

Wie ist ein Implantat aufgebaut?

Ein Zahnimplantat besteht aus mehreren Komponenten, die gemeinsam den künstlichen Zahn bilden.

Der wichtigste Teil ist der Implantatkörper, also die eigentliche „Zahnwurzel“. Er wird im Kieferknochen verankert und übernimmt dieselbe Funktion wie die natürliche Wurzel. Nach dem Einsetzen verwächst das Implantat innerhalb weniger Wochen fest mit dem Knochen. Diese stabile Verbindung sorgt dafür, dass der spätere Zahnersatz beim Kauen und Sprechen genauso belastbar ist wie ein eigener Zahn. 

Auf dem Implantatkörper sitzt der sogenannte Aufbau, auch Abutment genannt. Er verbindet die künstliche Wurzel mit der sichtbaren Zahnkrone. Der Aufbau wird individuell angepasst, damit die Krone später perfekt sitzt und sich harmonisch in die Zahnreihe einfügt.

Den sichtbaren Abschluss bildet die Zahnkrone oder, bei mehreren ersetzten Zähnen, eine Brücke oder Prothese. Diese wird farblich und formlich genau an Ihre natürlichen Zähne angepasst.

Das Ergebnis ist ein Zahnersatz, der sich nicht nur natürlich anfühlt, sondern auch genauso aussieht.

Ein hochwertig gesetztes Implantat bietet damit dieselbe Stabilität, Belastbarkeit und Ästhetik wie ein echter Zahn. Viele Patientinnen und Patienten vergessen nach kurzer Zeit, dass es sich überhaupt um ein Implantat handelt – so selbstverständlich integriert es sich in den Alltag.

 

Wann sind Zahnimplantate sinnvoll?

Zahnimplantate sind immer dann sinnvoll, wenn ein oder mehrere Zähne fehlen und Sie eine langlebige, stabile und ästhetisch hochwertige Lösung wünschen. Sie ersetzen die natürliche Zahnwurzel und ermöglichen, dass sich der Zahnersatz – ob Krone, Brücke oder Prothese – fest und sicher im Mund anfühlt.

 

Besonders empfehlenswert sind Implantate, wenn Sie:

  • eine Zahnlücke schließen möchten, ohne gesunde Nachbarzähne beschleifen zu müssen,
  • mit einer lockeren Prothese unzufrieden sind,
  • unter Kaukraftverlust oder eingeschränkter Sprachfunktion leiden,
  • oder wenn Sie den Abbau des Kieferknochens nach Zahnverlust verhindern wollen.

 

Für wen eignet sich eine Implantation?

Grundsätzlich eignen sich Implantate für die meisten Patientinnen und Patienten. Voraussetzung ist, dass der Kieferknochen ausreichend dicht und hoch ist, um das Implantat stabil aufzunehmen. Sollte das nicht der Fall sein, kann durch einen gezielten Knochenaufbau oder Knochenaufbau-Transfer ein geeignetes Fundament geschaffen werden. Diese Maßnahmen sind mittlerweile Routineeingriffe und werden in meiner Praxis regelmäßig und mit großer Sorgfalt durchgeführt.

Auch Raucher oder Personen mit chronischen Erkrankungen, wie etwa Diabetes, können Implantate erhalten, sofern die gesundheitlichen Rahmenbedingungen genau überprüft und kontrolliert sind.

 

Welche Vorteile bieten Zahnimplantate?

 

Zahnimplantate bieten zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Brücken oder Prothesen:

  • Implantate sind von echten Zähnen kaum zu unterscheiden.
  • Sicherer Halt beim Kauen und Sprechen – kein Verrutschen wie bei Prothesen.
  • Erhalt des Kieferknochens, denn Implantate verhindern Knochenabbau nach Zahnverlust.
  • Schonung der Nachbarzähne, da keine Beschleifung nötig wie bei Brücken.
  • Implantate halten bei richtiger Pflege oft Jahrzehnte.

 

Darüber hinaus verbessern sie das Selbstvertrauen und Lebensgefühl, da Sie wieder unbeschwert essen, lachen und sprechen können.

 

Was muss ich vor einer Implantation beachten?

Bevor ein Implantat gesetzt wird, findet eine gründliche Untersuchung und sorgfältige Planung statt. Dazu gehört in meiner Praxis eine ausführliche Diagnostik mit Röntgenaufnahmen und bei Bedarf einer 3D-Darstellung (DVT), um die Knochenstruktur und den Verlauf wichtiger anatomischer Strukturen exakt beurteilen zu können. So lässt sich die Position des Implantats millimetergenau festlegen.

Im persönlichen Gespräch erkläre ich Ihnen den Ablauf Schritt für Schritt, bespreche mögliche Alternativen und beantworte alle offenen Fragen.

Wichtig ist auch die Vorbereitung der Mundhöhle: Das Zahnfleisch sollte gesund sein und es dürfen keine Entzündungen vorliegen, da diese den Heilungsprozess beeinträchtigen könnten.

Eine gute Mundhygiene vor und nach dem Eingriff ist wichtig für den langfristigen Erfolg der Implantation. 

Falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen oder Vorerkrankungen haben, werden diese natürlich berücksichtigt.

 

Wie läuft eine Implantation in meiner Praxis in Wien ab? 

Die Implantation selbst ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, der in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Sie verläuft schmerzfrei und wird von den meisten Patientinnen und Patienten als deutlich angenehmer empfunden, als sie es sich zuvor vorgestellt haben.

Nach der Betäubung setzte ich das Implantat in den Kieferknochen ein. Dabei achte ich besonders darauf das umliegende Gewebe zu schonen und den Eingriff so minimalinvasiv wie möglich zu gestalten. Der gesamte Vorgang dauert, je nach Anzahl der Implantate, meist weniger als eine Stunde. 

Nach dem Einsetzen beginnt die sogenannte Einheilphase, in der das Implantat fest mit dem Knochen verwächst. Dieser Prozess dauert in der Regel zwei bis vier Monate. In dieser Zeit bildet sich eine stabile Verbindung zwischen Implantat und Knochen, die den späteren Zahnersatz sicher trägt.

In ausgewählten Fällen ist auch eine Sofortversorgung möglich. Dabei wird die neue Zahnkrone direkt nach der Implantation eingesetzt, sodass Sie die Praxis bereits mit einem vollständigen Lächeln verlassen können. Ob das in Ihrem Fall sinnvoll ist, wird individuell entschieden.

 

Was ist nach der Implantation zu beachten? 

Nach dem Eingriff sollten Sie den behandelten Bereich schonen und die Mundhygiene an die Situation anpassen. Ich erkläre Ihnen genau, wie Sie die Wunde in den ersten Tagen pflegen und was Sie beim Essen und Trinken beachten sollten. 

In der Regel können Sie schon am nächsten Tag wieder Ihren gewohnten Alltag aufnehmen. 

Leichte Schwellungen oder Empfindlichkeiten im Operationsbereich sind möglich, klingen aber meist rasch ab. Kühlen und Schonung in den ersten Stunden unterstützen die Heilung.
Wichtig ist, dass Sie die Kontrolltermine einhalten und die Mundhygiene konsequent fortsetzen. So wird das Einheilen optimal unterstützt.
 

Nach der Einheilzeit von etwa zwei bis vier Monaten kann das Implantat mit der endgültigen Zahnkrone, Brücke oder Prothese versorgt werden. Der neue Zahnersatz sieht natürlich aus, ist voll belastbar und fühlt sich an wie ein eigener Zahn. 

Moderne Implantatsysteme und Behandlungsabläufe führen heute zu sehr hohen Erfolgsraten, daher liegt die Einheilquote bei rund 99 Prozent.

 

Wie lange halten Implantate?

Mit regelmäßigen Kontrollen und professioneller Mundhygiene können Implantate viele Jahre, oft sogar ein Leben lang, erhalten bleiben.

 

Wie pflege ich Zahnimplantate richtig? 

Die richtige Pflege ist wichtig, damit Ihre Implantate viele Jahre stabil und gesund bleiben. Implantate können bei guter Mundhygiene ein Leben lang halten. Vernachlässigung hingegen kann zu Entzündungen oder Gewebeabbau führen. 

Nach der Implantation sollten Sie zunächst auf besonders sorgfältige, aber schonende Pflege achten. Sobald die Einheilung abgeschlossen ist, reicht eine konsequente tägliche Mundhygiene aus, kombiniert mit regelmäßigen Kontrollen.

 

Welche Risiken oder Komplikationen kann es geben? 

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen auch bei Implantaten gewisse Risiken. Diese sind jedoch selten und in den meisten Fällen gut kontrollierbar. Mögliche Komplikationen können Infektionen, Heilungsverzögerungen oder in sehr seltenen Fällen eine Verletzung von Nervenstrukturen sein.

 

Wie viel kostet ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat ist eine Investition in Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihr Selbstvertrauen. Die Gesamtkosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa von der Anzahl der Implantate, dem verwendeten Material, dem individuellen Knochenangebot sowie davon, ob ein Knochenaufbau notwendig ist.

Bei speziellen Verfahren wie einer Sofortimplantation oder einer Behandlung mit navigierter Bohrschablone können die Kosten etwas höher liegen, da hier zusätzlicher Planungsaufwand und spezielle Technik erforderlich sind.

Im persönlichen Gespräch erhalten Sie eine genaue Kostenaufstellung und einen transparenten Heil- und Kostenplan, damit Sie Ihre Entscheidung in Ruhe treffen können.

 

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen? 

In Österreich übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Zahnimplantate in der Regel nicht. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei besonderen medizinischen Indikationen, kann ein Zuschuss gewährt werden. Private Zusatzversicherungen oder spezielle Zahnversicherungen bieten je nach Vertrag teilweise Erstattungen für Implantate und Zahnersatz an. 

Ich berate Sie gerne persönlich dazu, welche Möglichkeiten für Sie bestehen und welche Kosten Sie voraussichtlich selbst tragen müssen. Vereinbaren Sie gerne einen Termin in meiner Praxis