Zahnerhaltung · 1090 Wien

Parodontitis-Behandlung in 1090 Wien

Wenn Ihr Zahnfleisch häufig blutet, sich zurückzieht oder sich einzelne Zähne locker anfühlen, sollten Sie das ernst nehmen. Genau diese Anzeichen deuten oft auf eine Parodontitis hin, eine der häufigsten Erkrankungen im Mundraum.

⏱ Lesezeit ca. 8 Min.✓ Fachlich geprüft von Dr. Gert Koban↻ Aktualisiert im Juli 2026
Zahnärztliche Untersuchung des Zahnfleischs – Parodontitis-Behandlung
Auf einen Blick

Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, also des Gewebes und Knochens, die Ihre Zähne im Kiefer verankern. Bleibt sie unbehandelt, kann sie zu Zahnfleischrückgang, lockeren Zähnen und im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führen. In meiner Ordination in 1090 Wien behandle ich Parodontitis schrittweise, indem ich die entzündungsauslösenden Beläge entferne und das Zahnfleisch wieder zur Ruhe bringe. Regelmäßige Nachsorge sorgt dafür, dass der Erfolg lange erhalten bleibt.

Wenn Ihr Zahnfleisch häufig blutet, sich zurückzieht oder sich einzelne Zähne locker anfühlen, sollten Sie das ernst nehmen. Genau diese Anzeichen deuten oft auf eine Parodontitis hin, eine der häufigsten Erkrankungen im Mundraum. Als Ihr Zahnarzt im Alsergrund ist es mir wichtig, die Entzündung früh zu erkennen und Ihre eigenen Zähne zu erhalten. Auf dieser Seite erkläre ich Ihnen, wie eine Parodontitisbehandlung abläuft, woran Sie die Erkrankung erkennen und wie Sie ihr vorbeugen können.

Was ist Parodontitis?

Der Begriff Parodontitis bezeichnet eine Entzündung des Zahnhalteapparats, also von Zahnfleisch, Wurzelhaut, Wurzelzement und Kieferknochen. Umgangssprachlich ist oft von Parodontose die Rede, gemeint ist meist dasselbe Krankheitsbild. Ausgelöst wird die Erkrankung von Bakterien im Zahnbelag, dem sogenannten Plaque. Werden diese Beläge nicht regelmäßig entfernt, verhärten sie zu Zahnstein und bilden raue Flächen, an denen sich noch mehr Bakterien ansammeln.

Mit der Zeit lösen diese Bakterien eine Entzündung aus, das Zahnfleisch zieht sich zurück, und es entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen zwischen Zahn und Zahnfleisch. In diesen Taschen finden die Bakterien ideale Bedingungen und dringen tiefer vor. Wird sie nicht behandelt, greift die Entzündung auf den Knochen über, der die Zähne hält, und führt langfristig zu deren Lockerung. Genau deshalb ist die Parodontologie, also die Lehre vom Zahnhalteapparat, ein so wichtiger Teil der Zahnerhaltung.

Was ist der Unterschied zwischen Gingivitis und Parodontitis?

Am Anfang steht fast immer eine Gingivitis, also eine reine Zahnfleischentzündung. Sie betrifft nur das oberflächliche Zahnfleisch, macht sich durch Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten bemerkbar und ist vollständig umkehrbar. Wird die Ursache, also der bakterielle Belag, konsequent entfernt, heilt eine Gingivitis in aller Regel folgenlos aus. In diesem Stadium ist der Zahnhalteapparat noch nicht geschädigt.

Bleibt eine Gingivitis über längere Zeit unbehandelt, kann sie in eine Parodontitis übergehen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass bei der Parodontitis die Entzündung auf den tieferen Halteapparat übergreift und Knochen sowie Fasern abbaut, die den Zahn im Kiefer verankern. Dieser Verlust ist nicht mehr vollständig umkehrbar, lässt sich aber durch eine rechtzeitige Behandlung aufhalten. Genau deshalb nehme ich schon eine einfache Zahnfleischentzündung ernst und behandle sie, bevor bleibende Schäden entstehen.

Woran erkennen Sie eine Parodontitis?

Ein frühes und häufiges Symptom ist Zahnfleischbluten, etwa beim Zähneputzen oder beim Essen fester Speisen. Viele Menschen halten das für harmlos, dabei ist es oft das erste Warnzeichen. Weitere Symptome sind gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch, anhaltender Mundgeruch, ein Zurückweichen des Zahnfleischs mit scheinbar länger werdenden Zähnen sowie freiliegende, empfindliche Zahnhälse.

Schreitet die Erkrankung fort, können sich einzelne Zähne lockern oder ihre Stellung verändern. Tückisch ist, dass Parodontitis lange ohne Schmerzen verläuft und deshalb oft spät bemerkt wird. Bei den regelmäßigen Kontrollen in meiner Ordination messe ich daher die Tiefe der Zahnfleischtaschen und erkenne so eine beginnende Parodontitis, bevor größere Schäden entstehen. Je früher wir sie behandeln, desto besser lassen sich Ihre Zähne erhalten.

Wie entsteht eine Parodontitis und welche Risikofaktoren gibt es?

Am Anfang steht fast immer mangelnde Mundhygiene, durch die sich Plaque und Zahnstein ansammeln. Es gibt jedoch Risikofaktoren, die eine Parodontitis begünstigen oder ihren Verlauf verschärfen. Rauchen zählt zu den bedeutendsten, weil es die Durchblutung des Zahnfleischs verschlechtert und Warnzeichen wie das Zahnfleischbluten verdeckt. Auch eine erbliche Veranlagung, Stress und hormonelle Veränderungen können eine Rolle spielen.

Eine besondere Bedeutung hat Diabetes: Ein schlecht eingestellter Blutzucker fördert Entzündungen im Körper und damit auch im Mund. Auch eine Schwangerschaft zählt zu den begünstigenden Umständen, weil das veränderte Hormongleichgewicht das Zahnfleisch empfindlicher auf bakterielle Beläge reagieren lässt. Werdenden Müttern empfehle ich deshalb besonders sorgfältige Mundhygiene und engmaschigere Kontrollen. Wer diese Risikofaktoren kennt, kann gezielt gegensteuern. In der Beratung bespreche ich mit Ihnen, welche Faktoren bei Ihnen vorliegen und wie sich ihr Einfluss verringern lässt.

Wie läuft die Parodontitis-Behandlung in meiner Ordination ab?

Alles beginnt mit einer genauen Untersuchung. Ich messe die Zahnfleischtaschen, beurteile den Zustand von Zahnfleisch und Knochen und fertige bei Bedarf ein Röntgenbild an. Auf dieser Grundlage erstelle ich einen individuellen Behandlungsplan. Vor der eigentlichen Therapie steht eine professionelle Mundhygiene, bei der weiche Beläge und Zahnstein oberhalb des Zahnfleischs gründlich entfernt werden.

Im nächsten Schritt reinige ich die Zahnfleischtaschen. Dabei werden die bakteriellen Beläge und der Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrands schonend entfernt und die Wurzeloberflächen geglättet, damit sich das Zahnfleisch wieder anlegen kann. Diese nicht-chirurgische Therapie ist der Kern der meisten Parodontitisbehandlungen und wird unter lokaler Betäubung möglichst schmerzarm durchgeführt. Bei tiefen Taschen oder fortgeschrittenem Verlauf kann in einzelnen Fällen ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendig sein, um die Taschen zugänglich zu machen oder verloren gegangenes Gewebe wieder aufzubauen. Ob eine solche Parodontalchirurgie in Frage kommt, entscheiden wir gemeinsam, nachdem die erste Behandlungsphase abgeschlossen ist.

Welchen Zusammenhang gibt es mit der Allgemeingesundheit?

Der Mund ist kein isolierter Bereich, sondern Teil des gesamten Körpers. Studien deuten darauf hin, dass eine unbehandelte Parodontitis mit verschiedenen Allgemeinerkrankungen in Verbindung steht, etwa mit Diabetes und mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang lässt sich daraus nicht in jedem Einzelfall ableiten, doch die Hinweise auf eine Wechselwirkung sind ernst zu nehmen.

Besonders gut untersucht ist die Verbindung zu Diabetes: Eine behandelte Parodontitis kann sich günstig auf den Blutzucker auswirken, während ein gut eingestellter Blutzucker die Behandlung des Zahnfleischs unterstützt. Deshalb ist es sinnvoll, eine Parodontitis nicht nur als Problem der Zähne zu sehen. Wenn bei Ihnen entsprechende Erkrankungen bestehen, beziehe ich das in die Therapie mit ein.

Wie sieht die Nachsorge nach der Behandlung aus?

Eine Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die sich sehr gut kontrollieren, aber nicht einfach abschließen lässt. Entscheidend für den dauerhaften Erfolg ist die Nachsorge, in der Zahnmedizin unterstützende Parodontitistherapie oder Recall genannt. In regelmäßigen Abständen kontrolliere ich das Zahnfleisch, messe die Taschentiefen erneut und entferne frische Beläge, bevor sie erneut zu einer Entzündung führen.

Wie oft diese Termine nötig sind, hängt von Ihrem persönlichen Risiko ab und liegt häufig bei zwei bis vier Sitzungen im Jahr. Die professionelle Mundhygiene spielt im Recall die zentrale Rolle: Dabei entferne ich mit dem Team auch die harten und weichen Beläge an schwer erreichbaren Stellen, die sich zu Hause trotz guter Pflege ansammeln, und glätte bei Bedarf die Wurzeloberflächen erneut. So bleiben die Zahnfleischtaschen flach und die Entzündung kommt nicht zurück.

Zwischen den Terminen ist Ihre eigene Mundhygiene entscheidend, denn nur die tägliche gründliche Reinigung hält die Bakterien dauerhaft in Schach. Gemeinsam mit einer professionellen Betreuung lassen sich so die behandelten Zähne über viele Jahre erhalten.

Kann man einer Parodontitis vorbeugen?

Vorbeugen ist der beste Schutz, und in den meisten Fällen lässt sich eine Parodontitis mit konsequenter Mundhygiene verhindern. Dazu gehört das gründliche Zähneputzen zweimal täglich mit einer nicht zu harten Bürste und einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Mindestens ebenso wichtig ist die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume, denn genau dort, wo die Bürste nicht hinkommt, beginnt die Erkrankung oft. Für die engen Räume eignet sich Zahnseide, für größere Lücken sind Zwischenraumbürsten in der passenden Größe die bessere Wahl. Welche Hilfsmittel für Ihr Gebiss geeignet sind, zeige ich Ihnen gern und übe die richtige Technik mit Ihnen ein.

Ergänzend empfehle ich eine professionelle Mundhygiene in meiner Ordination, mit der auch hartnäckiger Zahnstein zuverlässig entfernt wird. Diese regelmäßige Prophylaxe ist die wirksamste Vorbeugung, weil sie genau die Beläge entfernt, die eine Entzündung des Zahnhalteapparates auslösen.

Ebenso wichtig sind die regelmäßigen Kontrollen, die ich Ihnen alle sechs Monate empfehle. So erkenne ich erste Veränderungen früh und kann rechtzeitig gegensteuern. Wer zusätzlich auf das Rauchen verzichtet und auf eine gute Einstellung bestehender Grunderkrankungen achtet, senkt sein Risiko deutlich. Diese vorbeugenden Maßnahmen sind einfacher und angenehmer als jede spätere Behandlung.

Was kostet eine Parodontitis-Behandlung?

Die Kosten einer Parodontitis-Behandlung hängen vom Schweregrad und vom Umfang ab, also davon, wie viele Zähne betroffen sind und ob ein chirurgischer Eingriff notwendig wird. Die Erstuntersuchung und ein Teil der Therapie sind bei entsprechender Notwendigkeit Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse, während bestimmte begleitende Maßnahmen je nach Versicherungsträger privat zu tragen sind. Als Ordination mit allen Kassen und Privatabrechnung finde ich mit Ihnen die passende Lösung.

Feste Pauschalbeträge nenne ich hier bewusst nicht, weil jeder Befund anders ist. Einen genauen Kostenvoranschlag gebe ich Ihnen gerne im Beratungsgespräch, sobald ich Ihr Zahnfleisch untersucht habe. Rufen Sie uns dazu einfach unter 01/317 46 64 an, um einen Termin zu vereinbaren.

Transparente Kosten – vorab besprochen
Über alle Kosten und mögliche Kassenzuschüsse informieren wir Sie immer im Vorfeld – für alle Kassen und Privat.
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Häufige Fragen

Fragen zu Parodontitis-Behandlung

Ist eine Parodontitis-Behandlung schmerzhaft?

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Die Behandlung wird unter lokaler Betäubung durchgeführt, sodass Sie während der Reinigung der Zahnfleischtaschen möglichst wenig spüren. Nach der Behandlung kann das Zahnfleisch für ein bis zwei Tage empfindlich sein, was normal ist und rasch nachlässt. Ich arbeite behutsam und erkläre Ihnen jeden Schritt, was gerade vorsichtigen Patientinnen und Patienten hilft. Ein leichtes Schmerzmittel genügt in den meisten Fällen.

Wie lange dauert eine komplette Parodontosebehandlung?

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Die aktive Behandlungsphase erstreckt sich je nach Schweregrad über mehrere Wochen und einige Termine. Danach beginnt die dauerhafte Nachsorge, die die Erkrankung langfristig unter Kontrolle hält. Wie viele Sitzungen im Einzelnen nötig sind, kann ich Ihnen nach der ersten Untersuchung einschätzen. Wichtig ist, dass Sie die vereinbarten Kontrolltermine zuverlässig wahrnehmen.

Wächst zurückgegangenes Zahnfleisch wieder nach?

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Bereits verloren gegangenes Zahnfleisch und Knochen wachsen von selbst nicht wieder nach. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu stoppen und ein weiteres Fortschreiten zu verhindern. In bestimmten Fällen lässt sich verloren gegangenes Gewebe durch einen chirurgischen Eingriff teilweise wiederaufbauen. Ob das bei Ihnen sinnvoll ist, bespreche ich individuell mit Ihnen.

Übernimmt die Krankenkasse die Parodontitis-Behandlung?

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Die Untersuchung und grundlegende Behandlungsschritte werden bei entsprechender Notwendigkeit von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen. Ergänzende Leistungen sind je nach Versicherungsträger privat zu verrechnen. Da ich mit allen Kassen und privat abrechne, klären wir die Deckung vor Behandlungsbeginn gemeinsam. Die Details erfahren Sie im Beratungsgespräch.

Kann Parodontitis wiederkommen?

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Ja, Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die nach erfolgreicher Behandlung erneut aufflammen kann, wenn die Mundhygiene nachlässt oder Risikofaktoren bestehen bleiben. Genau deshalb ist die regelmäßige Nachsorge so entscheidend. Mit guter häuslicher Pflege und den empfohlenen Kontrollterminen lässt sich die Erkrankung dauerhaft in Schach halten und ein erneuter Zahnverlust vermeiden.