Kinderzahnarzt · 1090 Wien

Milchzahnbehandlung in 1090 Wien: Karies bei Kindern

Viele Eltern glauben, dass ein Loch im Milchzahn nicht schlimm sei, weil der Zahn ja bald ausfällt. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum.

⏱ Lesezeit ca. 7 Min.✓ Fachlich geprüft von Dr. Gert Koban↻ Aktualisiert im Juli 2026
Zahnärztin untersucht Mädchen – Milchzahnbehandlung in 1090 Wien
Auf einen Blick

Auch Milchzähne können Karies bekommen, und diese sollte behandelt werden, selbst wenn der Zahn später ohnehin ausfällt. In meiner Ordination in 1090 Wien behandle ich Karies an Milchzähnen kindgerecht und möglichst schmerzarm, meist mit zahnfarbenen Füllungen. Je nach Ausmaß reichen die Möglichkeiten von der schützenden Fluoridierung über die Füllung bis zur Kinderkrone. Mein Ziel ist es, den betroffenen Zahn zu erhalten und Ihrem Kind die Behandlung so angenehm wie möglich zu machen.

Viele Eltern glauben, dass ein Loch im Milchzahn nicht schlimm sei, weil der Zahn ja bald ausfällt. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Unbehandelte Karies an Milchzähnen kann Schmerzen verursachen, sich ausbreiten und sogar den nachkommenden bleibenden Zahn schädigen. Als Kinderzahnarzt in Wien nehme ich Milchzahnkaries deshalb ernst und behandle sie so früh und schonend wie möglich. In diesem Text erkläre ich, warum Milchzähne so wichtig sind, wie eine Behandlung abläuft und wie Sie Ihr Kind schützen können.

Warum sind Milchzähne so wichtig?

Milchzähne erfüllen weit mehr Aufgaben, als viele vermuten. Sie ermöglichen Ihrem Kind das richtige Kauen und damit eine gesunde Ernährung. Sie sind außerdem wichtig für die Sprachentwicklung, denn viele Laute lassen sich nur mit vollständigem Milchgebiss korrekt bilden. Nicht zuletzt spielen sie eine Rolle für das Selbstbewusstsein, denn Kinder lächeln gern und unbeschwert.

Besonders bedeutsam ist ihre Funktion als Platzhalter. Jeder Milchzahn hält den Platz für den bleibenden Zahn frei, der später an seiner Stelle durchbricht. Geht ein Milchzahn zu früh verloren, etwa weil Karies ihn zerstört hat, können die Nachbarzähne in die Lücke wandern. Für den bleibenden Zahn bleibt dann zu wenig Raum, und es entstehen Engstände oder Fehlstellungen, die später aufwendig korrigiert werden müssen. Ein gesunder Milchzahn ist damit auch eine Vorsorge für ein gerades bleibendes Gebiss.

Wie entsteht Karies an Milchzähnen?

Karies entsteht durch Bakterien im Mund, die Zucker aus der Nahrung in Säure umwandeln. Diese Säure löst nach und nach Mineralien aus dem Zahnschmelz und schafft so den Weg für ein Loch. Da der Schmelz der Milchzähne dünner und weicher ist als der bleibender Zähne, dringt Karies bei Kindern schneller in tiefere Schichten vor. Was von außen klein aussieht, kann darunter bereits größer sein.

Ein besonderes Risiko ist die frühkindliche Karies, oft ausgelöst durch zuckerhaltige Getränke aus der Nuckelflasche, vor allem wenn Kinder damit einschlafen. Der Zucker umspült die Zähne dann über lange Zeit, und häufig sind zuerst die oberen Schneidezähne betroffen. Auch häufiges Naschen über den Tag verteilt und zu seltenes Zähneputzen begünstigen die Entstehung von Karies.

Woran erkennen Sie Karies bei Ihrem Kind?

Die ersten Anzeichen sind leicht zu übersehen. Häufig zeigen sich zunächst helle, weißliche oder kreidige Flecken auf der Zahnoberfläche, die auf eine beginnende Entkalkung hinweisen. Bleibt die Karies unbemerkt, verfärben sich diese Stellen bräunlich, und es können kleine Löcher entstehen. Manche Kinder reagieren empfindlich auf Süßes, Kaltes oder Warmes, im fortgeschrittenen Stadium auch mit Zahnschmerzen.

Weil viele dieser frühen Zeichen für Eltern kaum sichtbar sind, ist die regelmäßige Kontrolle so wichtig. Bei den Vorsorgeterminen erkenne ich beginnende Karies oft, lange bevor sie Beschwerden macht, und kann dann besonders schonend eingreifen. Je früher wir handeln, desto einfacher und angenehmer ist die Behandlung für Ihr Kind.

Wie läuft die Milchzahnbehandlung in meiner Ordination ab?

Jede Behandlung beginnt bei mir mit Ruhe und Erklärung. Ich zeige Ihrem Kind zuerst, was passiert, benenne die Instrumente und die Geräusche und lasse ihm Zeit. Erst wenn Ihr Kind bereit ist, beginne ich. Dieses behutsame Heranführen nimmt viel von der anfänglichen Anspannung und macht die Behandlung für die kleinen Patienten deutlich angenehmer.

Bei einer beginnenden Karies reicht manchmal schon eine Fluoridierung, um den Zahnschmelz zu stärken und ein Fortschreiten zu bremsen. Ist bereits ein Loch vorhanden, entferne ich die betroffene Stelle vorsichtig und fülle den Zahn. Wo eine Betäubung nötig ist, betäube ich behutsam und erkläre jeden Schritt. Ich arbeite in Etappen und lege Pausen ein, wenn Ihr Kind sie braucht. Eine völlig schmerzfreie Behandlung kann ich nicht garantieren, aber ich tue alles, damit sie möglichst schmerzarm verläuft.

Welche Füllungen kommen bei Milchzähnen zum Einsatz?

Für Milchzähne verwende ich zahnfarbene Materialien, die sich gut in das kindliche Gebiss einfügen. Häufig kommt Komposit zum Einsatz, ein zahnfarbener Kunststoff, der sich stabil verarbeiten lässt. Eine weitere Möglichkeit ist Glasionomerzement, der zusätzlich Fluorid abgibt und so einen gewissen Schutz gegen neue Karies bietet. Welches Material im Einzelfall am besten passt, hängt vom Zahn, vom Alter des Kindes und von der Größe des Defekts ab.

Ist ein Milchzahn durch Karies schon stark zerstört, reicht eine einfache Füllung mitunter nicht mehr aus. In solchen Fällen kann eine sogenannte Kinderkrone sinnvoll sein, die den Zahn stabil umschließt und ihn bis zum natürlichen Zahnwechsel erhält. So bleibt der wichtige Platzhalter für den bleibenden Zahn erhalten.

Wann muss ein Milchzahn gezogen werden?

Mein oberstes Ziel ist immer der Erhalt des Zahns. Nur wenn ein Milchzahn so stark zerstört ist, dass er sich nicht mehr retten lässt, oder wenn eine Entzündung den Zahnnerv erreicht hat, ziehe ich ihn. Auch das erfolgt schonend und unter lokaler Betäubung, und ich bereite Ihr Kind ruhig darauf vor.

Wird ein Milchzahn vorzeitig entfernt, achte ich darauf, dass die entstehende Lücke nicht zum Problem für die bleibenden Zähne wird. Je nach Situation kann ein Platzhalter sinnvoll sein, der den freien Raum sichert, bis der bleibende Zahn durchbricht. So verhindern wir, dass Nachbarzähne in die Lücke wandern und später Fehlstellungen entstehen.

Braucht mein Kind für die Behandlung eine Narkose?

In den allermeisten Fällen lässt sich eine Milchzahnbehandlung ganz ohne Narkose durchführen. Mit Geduld, guter Erklärung und einer lokalen Betäubung an der betroffenen Stelle kommen die meisten Kinder gut zurecht. Ich setze auf ein behutsames Heranführen und lege Pausen ein, wenn Ihr Kind sie braucht. Oft ist die Sorge davor größer als die Behandlung selbst, und mit dem richtigen Tempo verläuft der Termin ruhiger, als viele Eltern erwarten.

Es gibt jedoch Situationen, in denen eine tiefere Beruhigung sinnvoll sein kann, etwa wenn sehr viele Zähne gleichzeitig betroffen sind, das Kind noch sehr klein ist oder eine ausgeprägte Angst eine schonende Behandlung unmöglich macht. In solchen Fällen bespreche ich mit Ihnen in Ruhe alle Möglichkeiten und wäge gemeinsam mit Ihnen ab, welcher Weg für Ihr Kind der beste und sicherste ist. Eine solche Entscheidung treffe ich niemals über den Kopf der Eltern hinweg.

Wichtig ist mir dabei Ehrlichkeit: Ich verspreche Ihrem Kind nichts, was ich nicht halten kann, und erkläre altersgerecht, was passiert. Kinder merken schnell, wenn sie nicht ernst genommen werden. Gerade dieses Vertrauen ist die Grundlage dafür, dass auch künftige Behandlungen ohne größere Angst gelingen und Ihr Kind langfristig eine gesunde Einstellung zum Zahnarzt behält.

Wie beugen Sie Karies bei Ihrem Kind vor?

Der beste Schutz vor einer Behandlung ist die Vorbeugung. Putzen Sie die Zähne Ihres Kindes ab dem ersten Milchzahn zweimal täglich mit einer altersgerechten Zahnpasta, und putzen Sie bis ins Grundschulalter nach, weil kleine Kinder noch nicht alle Stellen erreichen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht mit einer zuckerhaltigen Nuckelflasche einschläft, und bevorzugen Sie Wasser statt gesüßter Getränke.

Auch bei der Ernährung gilt: Süßes lieber in einer Portion nach der Mahlzeit als über den Tag verteilt, damit die Zähne Erholungspausen bekommen. Vorsicht ist außerdem bei versteckten Zuckern in Säften, Fruchtjoghurts und vielen Kindersnacks geboten, denn auch sie fördern Karies. Ergänzend helfen regelmäßige Kontrollen alle sechs Monate, bei denen ich beginnende Karies früh erkenne und die Zähne bei Bedarf zusätzlich schütze. Gemeinsam mit der Kinderprophylaxe, etwa der Fluoridierung und dem Putztraining, bildet die richtige Ernährung so den besten Schutz. Auf diese Weise lässt sich manche Behandlung von vornherein vermeiden.

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Häufige Fragen

Fragen zu Milchzahnbehandlung

Muss man Karies an Milchzähnen wirklich behandeln?

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Ja. Auch wenn Milchzähne später ausfallen, kann unbehandelte Karies Schmerzen verursachen, sich ausbreiten und den nachkommenden bleibenden Zahn schädigen. Zudem ist jeder Milchzahn ein wichtiger Platzhalter. Deshalb behandle ich Milchzahnkaries genauso ernst wie an bleibenden Zähnen.

Tut die Behandlung meinem Kind weh?

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Ich behandle so schonend und schmerzarm wie möglich und betäube dort, wo es nötig ist. Eine völlig schmerzfreie Behandlung kann ich nicht garantieren, aber ich nehme mir Zeit, erkläre jeden Schritt und arbeite in Etappen, damit sich Ihr Kind sicher fühlt.

Ab welchem Alter kann Karies auftreten?

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Karies kann bereits im Kleinkindalter entstehen, sobald die ersten Milchzähne da sind. Besonders die frühkindliche Karies durch zuckerhaltige Nuckelflaschen tritt schon vor dem dritten Geburtstag auf. Regelmäßige Kontrollen von klein auf helfen, sie früh zu erkennen.

Werden die Kosten von der Kasse übernommen?

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Füllungen und Zahnentfernungen bei Kindern sind grundsätzlich Kassenleistungen, und ich behandle alle Kassen sowie privat. Bei einzelnen Leistungen, die darüber hinausgehen, bespreche ich die Kosten vorab offen mit Ihnen, sodass Sie Klarheit haben.

Was passiert, wenn ein Milchzahn gezogen werden muss?

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Lässt sich ein Zahn nicht mehr erhalten, entferne ich ihn schonend unter lokaler Betäubung. Danach prüfe ich, ob ein Platzhalter sinnvoll ist, damit die Lücke den bleibenden Zähnen nicht den Raum nimmt und keine Fehlstellungen entstehen.

Wie kann ich mein Kind vor Karies schützen?

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Putzen Sie zweimal täglich ab dem ersten Milchzahn und putzen Sie bei kleinen Kindern nach. Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke, besonders aus der Nuckelflasche vor dem Schlafen, und kommen Sie alle sechs Monate zur Kontrolle. So lässt sich Karies oft von vornherein verhindern.